Hintergrund des Falles
Der Kunde ist ein hochrangiger Ausschuss in der Türkei. Er kaufte maßgeschneiderte Quarzrohre von einem anderen Lieferanten. Nach dem Einsatz der neuen Quarzrohre in ihrem Versuchsprozess und anschließenden Messungen stellten sie einen Rückgang des Carrier-Life-Value ihrer Produkte fest. Der Kunde bat uns herzlich um technische Beratung und um Maßnahmen, die ergriffen werden sollten.
Antwort
Vielen Dank, dass Sie sich mit uns in Verbindung gesetzt haben, weil sich die Lebensdauer der Träger nach der Verwendung neuer Quarzröhren verringert hat. Wir sind uns der kritischen Auswirkungen dieses Parameters auf die Leistung Ihrer Produkte bewusst und haben eine detaillierte Analyse des Problems durchgeführt. Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere technischen Erkenntnisse, eine mögliche Ursachenanalyse und gezielte Lösungen vor.
I. Annahmen zum Anwendungsszenario
Aufgrund Ihrer Erwähnung der Messung der Trägerlebensdauer und der Verwendung von Quarzrohren vermuten wir, dass Ihr Prozess Folgendes beinhaltet:
- Hochtemperatur-Halbleiterherstellung (z. B. Diffusion, Ausglühen oder Epitaxie von Si/SiC-Bauelementen)
- Herstellung von Solarzellen (z. B. Passivierung von PERC/TOPCon-Solarzellen oder Sinterverfahren)
- Forschung zu fortgeschrittenen Materialien (wie GaN und andere Halbleiter mit großer Bandlücke)
Um genauere Empfehlungen geben zu können, bitten wir Sie, die folgenden Informationen zu bestätigen:
- Prozesstemperaturbereich und Gasumgebung (z. B. O₂, N₂, H₂)
- Art der zu bearbeitenden Proben (z. B. Siliziumwafer, Epitaxieschichten usw.)

II. Analyse der Ursachen für die Verkürzung der Trägerlebensdauer
Nach der Analyse kann das Problem auf die Wechselwirkung zwischen dem Quarzrohr, den Flanschkomponenten und den Prozessbedingungen zurückzuführen sein.
1. Auswirkungen der Quarzröhre
(1) Materialreinheit und Verunreinigungen
- Metallverunreinigungen (Fe, Cu, Na, usw.):
Metallische Ionen in Quarzrohren können bei hohen Temperaturen in Siliziumwafer oder Epitaxieschichten diffundieren, wodurch sie zu Zentren der Ladungsträgerrekombination werden und die Lebensdauer erheblich verringern.
Schlüsselindikator: Der Gehalt an Metallverunreinigungen sollte kontrolliert werden (z. B. ≤1 ppm; bei ultrahochreinen Quarzrohren sind ≤0,1 ppm erforderlich). - Gehalt an Hydroxyl (OH-):
Hydroxylgruppen können Energie im ultravioletten Bereich absorbieren, was die Erzeugung von Ladungsträgern durch Licht beeinträchtigen kann, insbesondere bei Anwendungen in der Photovoltaik oder in UV-Sensoren.
Empfehlung: Wählen Sie Quarzrohre mit niedrigem Hydroxylgehalt (z. B. synthetischer Quarz, OH- < 5 ppm).
(2) Strukturelle Defekte und thermische Stabilität
- Mikrorisse oder Entglasung:
Bei hohen Temperaturen können Quarzrohre entgasen (z. B. Cristobalit bilden) oder thermische Spannungsrisse entwickeln, wodurch Partikel freigesetzt werden, die die Prozessumgebung verunreinigen.
Verhältnis zur Lebensdauer des Trägers: Partikel, die sich an der Waferoberfläche festsetzen, erhöhen die Rekombinationsrate an der Grenzfläche.
2. Auswirkungen der Flansch- und Dichtungskomponenten
(1) Materialverträglichkeit
- Verunreinigung von Metallflanschen:
Flansche aus rostfreiem Stahl oder auf Nickelbasis können bei hohen Temperaturen Metalldämpfe (z. B. Cr, Ni) freisetzen, die über die Gasphase übertragen werden und die Innenwand des Quarzrohrs oder die Probe kontaminieren können.
Beispiel: Beim epitaktischen Wachstum von SiC kann eine Metallverunreinigung die Grenzflächendichte erhöhen und die Lebensdauer der Ladungsträger verringern.
Alternativ: Verwenden Sie Keramikflansche (z. B. Al₂O₃) oder Metallflansche mit Platinbeschichtung.
(2) Dichtungsleistung
- Lecks, die Oxidation/Verunreinigung verursachen:
Durch eine schlechte Abdichtung zwischen Flansch und Quarzrohr können Sauerstoff oder Feuchtigkeit eindringen, die bei hohen Temperaturen mit Silizium reagieren und eine defekte SiO₂-Schicht bilden, wodurch die Oberflächenrekombination zunimmt.
Nachweismethode: Verwenden Sie einen Helium-Massenspektrometer-Lecksucher, um die Dichtheit zu überprüfen (Leckrate < 1×10-⁹ mbar-L/s).
3. Interaktionen auf Systemebene
(1) Quarzrohr-Flansch-Schnittstelle
- Abweichung des thermischen Ausdehnungskoeffizienten (CTE):
Quarz (WAK ~0,55×10-⁶/°C) und Metallflansche (z. B. Edelstahl, WAK ~16×10-⁶/°C) können sich bei hohen Temperaturen verformen, was zu Mikrolecks oder Partikelabwurf führen kann.
Verbesserung des Designs: Verwenden Sie eine Gradienten-Dichtungsstruktur (z.B. Graphit-Dichtungsübergang) oder elastische Dichtungsmaterialien (z.B. Viton, hitzebeständig <200°C).
(2) Störungen des Gasflusses
- Durch die Flanschstruktur verursachte Turbulenzen:
Ein ungeeigneter Flansch-Innendurchmesser oder scharfe Kanten können den Prozessgasfluss stören, was zu lokalen Temperaturungleichmäßigkeiten im Quarzrohr führt und die Gleichmäßigkeit der Dotierung beeinträchtigt, was sich indirekt auf die Lebensdauer der Ladungsträger auswirkt.

III. Empfohlene Lösungen
| Grundlegende Ursache | Verbesserungsmaßnahmen |
|---|---|
| Metallkontamination von Quarzglasrohren | Umstellung auf ultrahochreine synthetische Quarzrohre (Metallverunreinigungen <0,1 ppm). |
| Metalldampf vom Flansch | Ersetzen Sie sie durch Keramikflansche oder platinbeschichtete Metallflansche. |
| Abdichten von Lecks | Verwenden Sie doppelte O-Ringe + Helium-Lecktest oder verwenden Sie Metalldichtungen (z. B. Kupferdichtungen für UHV). |
| Entglasung durch thermische Belastung | Wählen Sie hochreine Quarzrohre oder Ti-dotierte Quarzrohre und kontrollieren Sie die Heiz-/Kühlraten (≤5°C/min). |
Zusammenfassung:
Die Verringerung der Lebensdauer des Trägers kann das kombinierte Ergebnis von Quarzrohrverunreinigungen, Flanschverschmutzung und Systemdesignmängeln sein. Um das Problem grundlegend zu lösen, muss die Optimierung in drei Bereichen koordiniert werden: Materialreinheit, Zuverlässigkeit der Abdichtung und thermische Anpassung. Wir empfehlen, dass der Kunde detailliertere Prozessdaten (z. B. Temperaturprofile und Gasarten) zur Verfügung stellt, um präzise Komponentenempfehlungen geben zu können.
IV. Vorschläge zur Kundendiagnose
- Quarzrohr-Chargenprüfung:
Verlangen Sie von den Lieferanten ICP-MS- (Metallverunreinigungen) und FTIR-Berichte (Hydroxylgehalt). - Prüfung von Flanschen und Dichtungen:
Überprüfen Sie das Flanschmaterial und die Temperaturbeständigkeit des Dichtungsrings und achten Sie auf Verfärbungen bei hohen Temperaturen (Anzeichen von Metalldampf). - Überprüfung der Prozessparameter:
- Programm zur Temperaturkontrolle: Begrenzen Sie die Aufheiz-/Abkühlraten auf ≤5°C/min.
- Vorbehandlungsplan: Quarzrohre vor den Experimenten vorbacken oder mit Säure reinigen, um Oberflächenverunreinigungen zu entfernen.
- Prozesskontrolle: Vergleichen Sie, ob die Verringerung der Trägerlebensdauer mit Änderungen der Quarzrohr-/Flansch-Chargen oder mit Anpassungen der Prozesstemperatur zusammenfällt.
V. Gewährleistungspolitik
Wir bieten die folgende Zusicherung:
Aufgrund der Anfälligkeit von Quarzprodukten und der Komplexität von Anwendungsumgebungen bieten wir keine formellen Qualitätsgarantieklauseln. Wir verpflichten uns jedoch, aktiv bei der Ursachenanalyse zu helfen, wenn Probleme auftreten. Wenn der Kunde eine abnormale Situation feststellt, können wir bei der Beurteilung helfen und eine interne Bewertung auf der Grundlage spezifischer Informationen durchführen. Wir können die folgenden Informationen zur Analyse anfordern:
- Fotos oder Videos von der Problemstelle
- Kurze Beschreibung der Prozessbedingungen während der Verwendung (z. B. Temperatur, Atmosphäre)
- Andere für die Diagnose hilfreiche Beschreibungen
VI. Zusätzliche Gewährleistungsmaßnahmen für diesen Fall
- Druckdichtigkeitsprüfung vor dem Versand: Schließen Sie das Quarzrohr an einen Flansch an (wir können auch Flansche liefern), üben Sie Druck auf den Nennwert (oder den vom Kunden angegebenen Wert) aus und halten Sie den Druck über 2 Stunden lang, um sicherzustellen, dass keine Leckage auftritt (wir können das Testverfahren mit Ihnen teilen).
- Prüfung der Wärmebeständigkeit vor dem Versand: Nach der Produktion wird jedes Quarzrohr einem 24-stündigen Glühprozess bei 1000±50°C unterzogen, um die thermische Beständigkeit zu gewährleisten (Dauergebrauchstemperatur 1000°C, kurzzeitig bis zu 1200°C).
- Anpassungsdienst: Anpassung der Quarzrohr-/Flansch-Spezifikationen an die Struktur der Reaktionskammer.
- Technischer Dienst: Wenn Temperaturkurven und Gasverhältnisse zur Verfügung gestellt werden, können wir den Versuchsplan genau anpassen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen, um dieses Problem zu lösen. Bitte lassen Sie uns einen geeigneten Zeitpunkt für die weitere Kommunikation wissen.
Mit freundlichen Grüßen,
Quarzrohr-Lieferant | Anpassbare Rohre & Heizungen | GlobalQT
